Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Wi.-Ing (FH) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Staatsexamen technischer Gewerbeaufsichtsdienst
Dozent im Arbeitsschutz (DGUV, IAG)
Sachverständiger für Explosionsschutz
(Prüfbefähigung gem. § 2 (6) i. V. m. Anhang 2, Abschnitt 3, Nr. 3.3 BetrSichV)

Einteilung Sicherheitstechnische Kenngrößen

Man kann bei den sicherheitstechnischen Kenngrößen zwischen denen des primären Explosionsschutzes und denen des sekundären Explosions­schutzes unterscheiden. Darunter versteht sich jedoch keine scharfe Abgrenzung der für den Explosionsschutz wichtigen sicherheitstechnischen Kenngrößen. Dem gesetzlichen Konzept des integrierten Explosionsschutzes und zugleich der Rangfolge der Schutzmaßnamenfolgend, hat der Explosionsschutz zunächst die Maßnahmen ausschöpfen, die der Vermeidung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre (geA)[1] dienen.

Wenn solche primären Maßnahmen betriebstechnisch nicht bzw. nicht ausschließlich ausreichend sind, so ist in einer zweiten (sekundären) Stufe die Wirksamkeit von Zündquellen auszuschließen.

Die drittrangige (teriäre) Stufe des Explosionsschutzes greift grundsätzlich erst, wenn die beiden vorgenannten Maßnahmen entweder für sich allein oder in Kombination Erfolg versprechend sind oder nur beschränkt oder überhaupt nicht angewendet werden können. Sie umfasst die Maßnahmen, die zu einer Begrenzung des Ausmaßes von Explosionen führen, also alle Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes. Auch hierbei kann es zu sinnvollen Kombinationen mit den primären und sekundären Schutzmaßnahmen kommen.

Abbildung: Kozept des intergrierten Explosionsschutzs

Darstellung der Maßnahmenreichweite und Komplexizität von Schutzmaßnahmen dem Prinzip T-O-P folgend.

Abbildung: Rangfolge der Schutzmaßnahmen (Prinzip "T-O-P") mit Umsetzungskomplexizität und Maßnahmenreichweite
(vgl. DGUV Ausbildungsunterlagen für die Fasi Ausbildung)


[1] Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre besteht aus brennbaren Gasen, Stäuben, Nebeln und /oder Dämpfen im Gemisch mit Luft, mit einem Gesamtvolumen von 10 ℓ oder mehr. Bei kleinvolumigen Räumen reicht bereits ein Zehntausendstel des Raumvolumens aus, um als gefährliche explosionsfähige Atmosphäre bei Zündung wirksam zu werden (Vgl. Technische Regel für Betriebssicherheit 2152 Teil 1 3.4 Absatz (2) - Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre - Beurteilung der Explosionsgefährdung (TRBS 2152 Teil1) inhaltsgleich: TRGS 721 BAnz. Nr. 103a; BArbBl. 8/9-2006, S. 36 ff.

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